Ryanair – gute Angebote aber schlechtes Beschwerdemanagement

Die irische Airline hat tolle und auch viele preisgünstige Angebote. Bei Problemen geht sie aber offensichtlich auf Tauchstation und ist nur schwer erreichbar. Rückmeldungen auf Beschwerden oder Interventionen haben Seltenheitswert!

Die Billigairline, welche von Linz aus Barcelona und London bedient, erfreut sich wegen der relativ günstigen Tickets großer Beliebtheit. Die Freude über den Flugpreis ist vielen Konsumenten jedoch vergangen – denn bei Problemen gibt es von der Fluggesellschaft keine Unterstützung.

  • Ryanair verweigerte etwa einem Urlauber den Rückflug aus Barcelona weil er keinen gültigen Ausweis hatte. Dieser wurde ihm unmittelbar vor dem Abflug bei einem Überfall in der U-Bahn gestohlen. Weder eine Kopie des Ausweises, das Polizeiprotokoll, der Flugschein noch die Aussage seiner mitreisenden Freundin konnten die Airline überzeugen, den Passagier zurückzufliegen! Ersatz für die entstandenen Kosten der alternativen Rückreise gab es keinen.
  • Bei Flugausfällen oder Verschiebungen erhalten die Passagiere von Ryanair zwar die Informationen, welche Rechte Konsumenten nach der EU-Fluggastverordnung haben. Doch wenn angefallene Kosten (etwa für eine Hotelübernachtung, Transfers oder andere Flüge) geltend gemacht werden, verweigert die Airline Ersatzleistungen.

Beschweren können sich Konsumenten bei Ryanair nur in Dublin per Fax. Die Arbeiterkammer kritisiert, dass kein Ansprechpartner in Österreich zur Verfügung steht und die Durchsetzung von berechtigten Ansprüchen damit fast unmöglich ist. Will ein Konsument seine Ansprüche gerichtlich geltend machen, muss er in Dublin klagen!

Die Arbeiterkammer fordert daher Ryanair auf, Ansprüche der Konsumenten ernst zu nehmen und eine Reklamationsabteilung einzurichten. Von der neuen Bundesregierung wird eine Verbesserung der gesetzlichen Rechte für Fluggäste erwartet.

Newsletter

Immer informiert...