Internet-Telefonie
Günstig telefonieren, vor allem ins Ausland. Weltweit dieselbe Internet-Telefonnummer verwenden können und über diese ortsunabhängig erreichbar sein.
- Wie funktioniert Internet-Telefonie?
- Welche technischen Voraussetzungen sind nötig?
- Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
- Gibt es Nachteile?
Wie funktioniert Internet-Telefonie?
Die Gesprächsübertragung findet nicht über das Telefonnetz, sondern über Internetprotokoll in Datenpaketen statt (daher auch die Bezeichnung VoIP: Voice over Internet Protocol). Ist die Internetverbindung nicht „schnell“ genug, so kann dies zu einem verzögerten Empfang einzelner Sätze/Wörter führen und einer flüssigen Unterhaltung hinderlich sein.
zum SeitenanfangWelche technischen Voraussetzungen sind nötig?
Für eine gute Sprachqualität ist ein Breitband-Internetanschluss empfehlenswert (ADSL-Anschluss oder TV-Kabelnetzanbieter).
Möglichkeiten zur Gesprächsübertragung:
- Telefonieren direkt über PC (Softphone):
Dafür sollte ihr PC folgende Mindestanforderungen erfüllen: PentiumII-Prozessor mit 300MHz, 32 MB Arbeitsspeicher, Windows 98 SE, 40 MB freie Festplattenkapazität.
Weiters bedarf es einer Soundkarte mit Vollduplex-Modus. Ein Headset wird am PC angeschlossen.
Die dafür nötige, spezielle VoIP-Software kann bequem aus dem Internet heruntergeladen werden (meist kostenlos beim VoIP-Provider; zB: Skype).
- Telefonieren über ein separates Telefongerät (ohne PC):
- VoIP-Telefon: Dieses Gerät wird über einen Router mit dem Netz verbunden – einfach abheben, wählen und Verbindungserstellung abwarten.
- Analoges Telefon: Das bereits vorhandene Telefon wird mittels ATA (Analog Telefon Adapter) über den Router am Netz angeschlossen. Erkundigen Sie sich im Vorfeld im Fachgeschäft, ob Ihr Telefongerät für diese Nutzung geeignet ist! Ergänzend sind Geräte anzuführen, die mehrere Funktionen in sich vereinen: Sie umfassen beispielsweise PC-Netzwerkanschlüsse, einen Adapter für das analoge Telefon und das ISDN-Telefon.
- Telefonieren über das Webportal Für diese Variante bedarf es nicht der oben genannten Mittel zur Gesprächsübertragung. Vielmehr müssen lediglich die Rufnummern der Gesprächspartner auf der Betreiber-Internetseite bekannt gegeben werden – die Verbindung wird kurz darauf hergestellt. Anbieter sind beispielsweise Jajah und Nikotel.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
- Gebühr für Datentransfer Insbesondere bei der Nutzung von Videotelefonie ist die Vereinbarung einer Flatrate (= Volumentarif) mit hohem Inklusivvolumen ratsam. Achten Sie darauf, das vereinbarte Datenvolumen nicht zu überschreiten, da dafür oft hohe Gebühren vorgesehen sind!
- Grund- bzw. Aktivierungsgebühr
- Gesprächsgebühr: Verbindungsentgelt fällt bisweilen an, wenn man andere Festnetz- oder Mobilfunkanschlüsse anruft. Netzinterne Telefonate (bzw. in Partnernetze) sind grundsätzlich kostenlos. Vergleichen Sie jedenfalls die Kostenaufstellungen der einzelnen Anbieter (siehe Preisübersicht unten)!
- Kosten für Hardware (z.B.: Headset, Adapter)
Gibt es Nachteile?
Leider gibt es zur Zeit noch keinen effektiven Schutz vor SpIT (Spam over Internet Telephony). Das bedeutet, dass man unerwünschten Werbeanrufen (meist von Sprachcomputern) ausgesetzt ist.
Telefongespräche, die über das „ungeschützte“ Internet oder WLAN (Drahtlosnetzwerk) geführt werden, können relativ leicht von Dritten abgehört und manipuliert werden. Eine entsprechende Verschlüsselung würde Schutz davor bieten, ist aber nur selten vorgesehen.
Benutzt ein Unbefugter den Account eines anderen Users z.B. über einen PC-Trojaner (Accountdiebstahl), so kann dieser unter Umständen das fremde Guthaben vertelefonieren.

