Salatbars in Supermärkten

Lieber frisch als Salat von der Supermarkt-Theke

Drei von acht Mischsalatproben und eine von sieben Kartoffelsalatproben waren nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet – dieses Ergebnis brachte der Salattest der Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich. Es wurden 15 Stichproben von offenen Theken in acht Supermärkten gezogen. Beanstandungen gab es vor allem wegen mangelnder Hygiene oder falscher Lagerbedingungen.

Salatbar-Test zum Downloaden (pdf/22 kb)

Bei den Mischsalaten konnten drei von acht Proben als einwandfrei bewertet werden. Zwei gemischte Salate wiesen deutliche mikrobiologische Mängel auf, sodass sie als wertgemindert beurteilt wurden. Drei der untersuchten Mischsalate mussten für den menschlichen Verzehr als ungeeignet befunden werden. Beanstandungsgrund waren Fäkalkeime sowie Staphylokokken, die unter anderem den Nasen-Rachenraum des Menschen besiedeln und neben Salmonellen, die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen darstellen. Ebenso wurde bei allen beanstandeten Mischsalaten ein niedriger Vitamin C-Gehalt nachgewiesen – ein Indiz für mangelnde Frische der Ware.
Bei den Kartoffelsalaten konnten erfreulicherweise sechs Proben als überwiegend einwandfrei beurteilt werden. Lediglich ein Ausreißer wurde aufgrund massiv überhöhter Gehalte an Milchsäurebakterien, Fäkalkeimen und Staphylokokken als für den menschlichen Verzehr ungeeignet beanstandet.

Die beanstandeten Kartoffel- und Mischsalate lassen insgesamt auf schwerwiegende mangelhafte Hygienebedingungen bei der Herstellung, Lagerung und/oder Feilhaltung bzw. auf einen bereits fortgeschrittenen Verderb der Ware schließen.

Deshalb rät die AK: Salat selbst zubereiten und beim Salatkauf auf regionale sowie saisonale Ware achten, da diese in der Regel frischer und vitaminreicher sind.