AK-Test: Häuptelsalat

Frischebonus bei heimischen Häuptelsalaten im Vergleich zu Importware

Die Saison für heimischen Kopfsalat vom Feld liegt zwischen Mai und Oktober. In Supermärkten ist er jedoch ganzjährig erhältlich, da er auch im Glashaus wächst oder importiert wird. Bei Häuptelsalat, der mehrere Tage vom Feld zur Küche unterwegs ist, leidet der Vitamingehalt. Auch sind in grünen Blattsalaten häufig Pestizide und hohe Nitratgehalte vorhanden. Die Konsumenteninformation der Arbeiterkammer OÖ hat Anfang April stichprobenartig in 13 Super- bzw. Biomärkten Häuptelsalate gekauft und von der Belan-ZT-GmbH untersuchen lassen.

Unseren Test können Sie herunterladen (pdf/16 kb).

Ergebnis:

Aufgrund deutlich erniedrigter Vitamin C-Gehalte und sensorischer Mängel waren 5 Salate als nicht mehr frisch zu werten – 4 davon stammten aus dem Ausland. Insgesamt konnten bei 3 Proben Pestizide nachgewiesen werden – die Gehalte lagen jedoch deutlich unter den gesetzlich festgelegten Höchstwerten. Erfreulich: Bei keiner der Proben wurde der Höchstwert für gesundheitsschädliches Nitrat überschritten.

Preis bestimmt nicht die Qualität

Wie sich bei diesem Test zeigte, sagen die Preise, die zwischen 0,49 Euro und 1,79 Euro pro Stück lagen nichts über die Qualität der Ware aus. Jedoch kann der Konsument frischen Häuptelsalat sehr leicht an seinem typisch intensiven Geruch, den knackig-grün glänzenden Blättern und an einer frischen feuchten Schnittstelle erkennen. Denn die Häuptelsalate, die schon optisch durch Verfärbungen, Fleckigkeit und rissige Ränder negativ auffielen, wurden auch bei der chemischen Untersuchung im Labor als wenig frisch beanstandet. Als ebenfalls ausschlaggebend für die Frischequalität zeigte sich die Herkunft der Salate. Bis auf einen Ausreißer stammten die Salate, die als wenig frisch bemängelt wurden aus dem Ausland. Um frische und vitaminreiche Salate im Handel zu kaufen gilt es daher regionale und saisonale Ware zu bevorzugen.

Darauf sollten Sie achten wenn Sie Salat kaufen:

  • Beim Einkauf auf saisonale und regionale Ware achten. Frühling: Feldsalat, Portulak, Ruccola, Vogerlsalat Sommer: Kopfsalat, Lolo Rosso, Lollo Biondo, Eisbergsalat Herbst: Batavia, Eichblattsalat, Römischer Salat, Portulak Winter: Eisbergsalat, Endiviensalat, Chinakohl, Portulak, Chicoree, Zuckerhut

  • Auf Frische achten: knackig grüne Blätter ohne Flecken, helle feuchte Schnittstelle.

  • Salate die nicht sofort zubereitet werden am Besten unzerkleinert und ungewaschen in einem Folienbeuteln oder einem nassen Tuch im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Ideal sind Kühlschränke mit unterschiedlichen Kältezonen. Darin können Salate und Blattgemüse bei 0-2°C und hoher Luftfeuchtigkeit länger lagern.

  • Putzen und waschen: äußere Blätter, Strunk und dicke Blattrippen entfernen, da diese den höchsten Schadstoffgehalt aufweisen. Gemüse und Salat gründlich waschen, aber so kurz wie möglich, denn sonst geht ein Teil der wasserlöslichen Vitamine und Mineralstoffe verloren. Den Salat immer erst nach dem Waschen zerkleinern, auch dann bleiben die licht- und wärmeempfindlichen Vitamine besser erhalten.

  • Blattsalate sollte man vor dem Anmachen am Besten mit einer Salatschleuder gut trocknen, damit das Dressing nicht verwässert.

  • Blattsalate immer erst unmittelbar vor dem Servieren marinieren, dann schmecken die Blätter knackig frisch.